Generalversammlung

Der erste Fixpunkt im Jahresprogramm der Trakehnerfreunde Schweiz ist die Generalversammlung. Nach zwei ungewöhnlichen Jahren sind alle froh, konnten wir unsere Mitglieder und Gäste im gewohnten Rahmen und am gewohnten Ort treffen. Petra Weibel begrüsste besonders unser Ehrenmitglied Ueli Maurer, sowie unseren Gast aus Baden-Württemberg, Rainer Gierz. Total fanden sich 28 Personen ein um der GV beizuwohnen.

Im Jahresbericht der Präsidentin ging Petra Weibel auf den Hengstmarkt in Neumünster ein, wo Schweizer Aussteller erfolgreich Stuten und Fohlen ausstellten, die alle in ein neues Zuhause wechselten. An der Frühjahrskörung in Münster-Handorf traten zwei Hengste aus Schweizer Besitz um die Zulassung für die Trakehner Zucht an. An der anschliessenden Hengstschau konnte sich Sir Picasso, der Hengst aus der Zucht und dem Besitz von Charlotte und Willy Vogel bestens präsentieren. Er erzielte im vergangenen Herbst auch die Zulassung für die Schweizer Warmblutpferdezucht (ZVCH). Ein Artikel über die in der Schweiz verfügbaren Trakehner Hengste wurde zu Beginn der Zuchtsaison publiziert, und wir würden uns freuen, im 2023 Fohlen aus solchen Anpaarungen mustern zu dürfen.

Barbara Wuffli präsentierte die Finanzen. Der Verein steht auf gesunden Füssen, im vergangenen Jahr gab es naturgemäss weniger Ausgaben, da nur sehr wenig Veranstaltungen durchgeführt werden konnten. Für 2022 ist wieder mehr Aktivität geplant, ein entsprechendes Budget wurde genehmigt. Total 92 Mitglieder verzeichnen die Trakehnerfreunde Schweiz. Nach Präsentation des Revisorenberichts liess Hans-Ruedi Kurz abstimmen. Die Versammlung erteilte einstimmig Décharge, und verdankte die Geschäftstätigkeit des Vorstands sowie die Rechnungsführung.

In globo und mit Applaus wurde das Vorstandsteam wiedergewählt: Toni Scherrer als Vizepräsident, Barbara Wuffli als Aktuarin & Rechnungsführerin, Esther Andres als Sport-Verantwortliche und Yvonne Knupp für die Öffentlichkeitsarbeit, das Zuchtbuch und die Verkaufspferde. Den Vorstand präsidiert Petra Weibel; ihr Amt unterliegt einem anderen Turnus und kommt erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Wiederwahl.

Dem Antrag des Vorstands, das Aufnahmeverfahren in den VSP Verband Schweizerischer Pferdezuchtorganisationen zu initiieren, wurde stattgegeben.

Im Jahresprogramm sind bereits Stammtische in Bern/Westschweiz, ein Sommeranlass, die Fohlenmusterung sowie ein Herbst-/Winteranlass vorgesehen. Noch ist vieles in Planung, wie immer publizieren wir laufend über unsere Webseite, Social Media und weitere Kanäle. Die nächste GV kann bereits in die Agenda eingetragen werden: 18.03.2023 in Reiden.

Rainer Gierz berichtete über diverse Aktivitäten im Zuchtbezirk Baden-Württemberg, u.a. eine Vortragsreihe. Im nächsten Beitrag dreht sich alles um das Fohlen. Anmeldung ist über die Webseite des Zuchtbezirks möglich.

Zum Abschluss des offiziellen Teils ergriff Ueli Maurer das Wort und richtete Grüsse von Theo Neidhart aus. Er erwähnte den reichen Schatz an Bildmaterial und Tonbandaufnahmen, die Theo für seine Vortragsreihe zusammengetragen hatte, und die zwecks Bewahrung der Digitalisierung und Neuauflage harren.

Gina Jörn-Zapf erhielt für die internationalen Erfolge im Sattel ihrer Trakehnerstuten ein Präsent aus den Händen unserer Sportverantwortlichen Esther Andres. Herzliche Gratulation und Komplimente gehen an alle erfolgreichen Sportler auf Trakehnerpferden aus unseren Reihen!

Zum Abschluss lauschte die Versammlung dem kurzweiligen und lehrreichen Vortrag von Dr. med. vet. Patrick Dahl zum Parasitenmanagement.

Schweizer Beteiligung am Trakehner Hengstwochenende in Münster Handorf

An diesem Wochenende, den 5. und 6. Februar 2022, findet wieder die Hengstkörung mit Hengstschau im westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf statt. 14 Hengste werden der Körkommission präsentiert und hoffen auf ein positives Körurteil. 

Darunter sind auch zwei Hengste von Besitzern aus der Schweiz wie der sehr edel aufgemachte und langbeinige Hengst „Maigrim“ von Freiherr von Stein aus einer Hofrat Mutter im Besitz von Herrn Erwin Kempter, sowie der Hengst „Limao“ von dem Vollblüter Ostinato xx aus einer Herzkristall Mutter im Besitz von unserem Mitglied Frau Alexandra Häusler. Wir drücken beiden Besitzern die Daumen, auf dass die Hengste sich gut präsentieren und mit einem positiven Körurteil bedacht werden. Alles Gute und viel Erfolg unseren Schweizern.

Weiterhin werden auch wieder einige Hengste, dieses Jahr sogar knapp 30 an der Zahl, die den Züchtern dieses Jahr zur Verfügung stehen, vorgestellt werden. Hier vertritt Sir Picasso die Schweizer Farben. Zur Hengstschau sind gemeldet:

Berlusconi, Donauabend, Dreivierteltakt, Ganderas, Gaspard, Glücksruf I, Göteborg, Greenwich Park, Grenoble, Halcon, Hopkins, Hymnus, Instagram, Integer, Karim doré, Kavalli, Kind of Magic, Kros, Kwahu, Lilienthal, Onyx, Painter´s Maxim, Polartanz, Rheinglanz, Santo Scuro, Sir Picasso, Speedway, Sturmpfeil, Tecumseh, Zauberdeyk

Decksaison 2022 – Trakehner Hengste in der Schweiz

Mit Beginn der Decksaison 2022 freuen wir uns, über einige in der Schweiz verfügbare Trakehner Hengste zu berichten. Die Deckbedingungen sind für die Züchter besonders vorteilhaft, da entweder TG-Samen in der Schweiz lagernd ist, oder Frischsamen zu äusserst züchterfreundlichen Bedingungen verfügbar ist.

Sweetwaters Ziethen TSF

Quelle: Facebook Sweetwater Stud / Barbara Halsig

v. Abendtanz a.d. Zaria AA v. Campetot AA

Weltmeister der siebenjährigen Vielseitigkeitspferde in Le Lion d’Angers 2020

Information des Hengsthalters:

“Wir haben das Glueck, dass Ziethens Sperma im Bezug auf Volumen und Dichte sehr gut ist. Zudem, und das ist ja für unsere Kunden das Wichtigste, ist nicht nur sein Nativsamen von überdurchschnittliche Qualität hinsichtlich der Samenmotilität und –morphologie, sondern auch die Qualität des kryokonservierten Samen, im Vergleich zu Hengsten, deren Samen mit derselben Methode eingefroren wurden, ist weit überdurchschnittlich. Diese Kombination ermöglicht uns, Ziethen in der kommenden Deckperiode wie folgt anzubieten:

300 Euro/CHF pro Dose (bei Bestellung gegen Vorkasse) und 900 Euro/CHF bei 24Std. lebenden Fohlen. Nichtträchtigkeit/ Absorbtion der Frucht oder ein totes Fohlen muss vom Tierarzt dokumentiert und gemeldet werden. Wird eine Dose im laufenden Jahr nicht versamt, werden am 15. September 700 Euro/CHF fällig. Unseres Wissens ist Sweetwaters Ziethen TSF der erste Trakehnerhengst der unter diesen züchterfreundlichen Bedingungen angeboten wird. Wir wünsche allen viel Erfolg!”

TG verfügbar via ISME Avenches: +41 31 684 28 90 / info.avenches@ismequine.ch

Sir Picasso

Quelle: Yvonne Knupp

v. Distelzar a.d. Sirikit v. Pretty Dancer

Reservesieger Trakehner Körung 2017 / gekört Schweizer Warmblut ZVCH 2021

Beschreibung anlässlich der Körung des ZVCH:

“Sir Picasso, ein sechsjähriger, schwarzbrauner Trakehner aus der Zucht und im Besitz von Charlotte Vogel aus Niederbipp, weist bereits eine beachtliche Dressur-Eigenleistung bis Klasse M aus und ist für den Trakehner-Verband gekört. Sein Vater ist der bekannte Gribaldi-Sohn Distelzar. Mutter Sirikit (Pretty Dancer – Kostolany – Polar) war im Fahrsport S-klassiert. Unter dem Sattel zeigte er sich der Aufgabe im Dressurviereck bestens gewachsen und hinterliess einen guten Eindruck. Der 170 cm grosse, stattliche Schwarzbraune zieht den Blick mit viel Ausdruck auf sich.”

Information des Hengsthalters:

Lieferung von Frischsamen zu äusserst züchterfreundlichen Bedingungen: Samenbestellung am Vortag bis 09:30 Uhr, kostenlose Lieferung in gesamter Schweiz am Folgetag bis 10:00 Uhr. Sir Picasso ist im Hengstregister des ZVCH eingetragen, was ihn auch für die Züchter von Schweizer Sportpferden sehr attraktiv macht. Ebenfalls ist Sir Picasso für Westfalen anerkannt.

Frischsamen verfügbar via Willy Vogel: +41 79 250 21 39

Distelzar

Quelle: Yvonne Knupp

v. Gribaldi a.d. Distelgold v. Arogno

Nachruf zu Distelzar in der Zeitschrift St. Georg:

“Distelzar erblickte 1998 auf dem Trakehnergestüt Lindenhof am Berg das Licht der Welt. Vater Gribaldizählt zu den ganz großen Dressurpferdevererbern, sein berühmtester Nachkomme ist wohl Totilas. Auch Muttervater Arogno war einer der Stempelhengste in der Trakehner Reitpferdezucht. Distelzar selbst wurde zweijährig in Neumünster gekört und prämiert. Im Frühjahr 2001 erwarb in die Schweizerin Marie-Laure Wüthrich über die Eliteauktion vom Klosterhof Medingen – für den damals zuvor noch nie erreichten Spitzenpreis von 600.000 DM.

Schon in jungen Jahren wusste Distelzar auch unter dem Sattel zu überzeugen. Gleich mehrfach konnte sich der Hengst für das Bundeschampionat in Warendorf qualifizieren, war Trakehner Reitpferdechampion und gewann zudem seinen 30-Tage-Test mit der Teilnote 10,0 für die Rittigkeit. Ab 2005 übernahm dann Andrea Wicki-Mäder – die Nichte von Marie-Laure Wüthrich und zuletzt selbst Besitzerin des Hengstes – die Zügel. Die Schweizerin stellte Distelzar bis 2011 auf Grand Prix-Niveau vor und war mit ihm auch bei den Schweizer Meisterschaften erfolgreich.

Seit 2010 durfte Distelzar das Prädikat Elitehengst tragen. Ein weiterer Höhepunkt in der Karriere des Braunen folgte 2013, als er in den Holstenhallen zum „Trakehner Hengst des Jahres“ gekürt wurde. Im Laufe seine Lebens war der Hengst auf dem Klosterhof Medingen, der Besamungsstation Albführen und im Gestüt Isselhook stationiert. Dort beeinflusste er aber nicht nur die Trakehnerzucht, sondern war unter anderem auch für Dänemark, Oldenburg und Hannover anerkannt.

TG verfügbar via ISME Avenches: +41 31 684 28 90 / info.avenches@ismequine.ch

Maizauber

v. Bartholdy a.d. Maiglöckchen III v. Tannenberg

Beschreibung des Hengstes (Quelle: Gestüt Buchenhain)

“Maizauber hat sich zu einem Stempelhengst der Trakehner Zucht entwickelt. Selbst bis S-Dressur ausgebildet, hat er sich von Anfang an durch eine vielseitige Vererbung ausgezeichnet. Die den Maizauber-Kindern eigenen wunderbaren Bewegungen machten ihn zu einem begehrten Stutenmacher. Viele seiner Töchter standen anlässlich ihrer Eintragungen im Rampenlicht. Auch auf Auktionen in Neumünster und Medingen konnte Maizauber immer wieder mit hoch bezahlten Fohlen, Hengsten oder Dressurspitzen auftrumpfen. Zu seinen sechs gekörten Söhnen zählt auch der bis S-Springen erfolgreiche Humanus.”

Information des Hengsthalters:

TG von hervorragender Qualität ist in Avenches verfügbar. Züchterfreundliche Konditionen.

Anfragen an Christian Senn: +41 71 648 19 54 / senn-arber@bluewin.ch

Neben Hengsten der Trakehner Rasse sind als Veredler Englische und Arabische Vollblüter, sowie Angloaraber in der Trakehner Zucht zugelassen. Bezüglich Anerkennung der einzelnen Hengsten verweisen wir auf den Trakehner Verband. In der Schweiz sind beispielsweise die folgenden Angloaraber verfügbar:

Cestuy la de l’Esque AA

Quelle: Hengstkatalog ZVCH

Kontakt: Andy Gygax +41 79 647 12 60

Fandzi de St. Paul AA

Quelle: Hengstkatalog ZVCH

TG verfügbar via ISME Avenches: +41 31 684 28 90 / info.avenches@ismequine.ch

Verkaufspferd Ingwer

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Treuer Partner um die Welt zu entdecken.

Ingwer ist 2012 geboren, 170 cm gross und stammt von Graziello x Saint Cloud ab.
Ingwer mag es zu springen und macht gerne Ausritte. Ebenso ist er Ein- und Zweispännig gefahren.

Er sucht ein neues Zuhause 🏡

Fr. 15‘000

Auskünfte bei Stefan Ulrich
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Ein etwas verspäteter Nachtrag zum Trakehnerhengstmarkt aus Schweizer Sicht

Ein Bericht von Alexandra Marten:

Nun ist es ja schon ein paar Tage her, dass der neue Siegerhengst in Neumünster gekört wurde und der Bericht auf der Internetseite des Trakehnerverbandes, als auch der in der Trakehnerzeitschrift gedruckt ist. Beides kann ich, als Informationsquelle, um alles über die Hengste, Stuten und stattgefundenen Prüfungen zu erfahren sehr empfehlen. Und dennoch könnte man vielleicht nochmals über den Tellerrand geschaut aus einer anderen Perspektive, auch aus Schweizer Sicht, berichten. Das versuche ich jetzt in hoffentlich kurzer Form nachzuholen.

Nachdem das letzte Jahr doch etwas speziell und mit recht reduziertem Publikum und fast ohne Messeausstellern durchgeführt werden mußte, erschien der Hengstmarkt in diesem Jahr, abgesehen von der Testerei und der 3 G Regel, lediglich im Verborgenen anders.

Das was Herr Gehrmann im Vorwort des Trakehnerhefts vielleicht etwas vorwurfsvoll und seinem Ärger darüber vorsichtig ein wenig Luft machend beschreibt, war auf jeden Fall für den Besucher kaum zu spüren. Darum hier an der Stelle: Hut ab vor der Energie mit der so viel im Hintergrund laufende Extraarbeiten geleistet wurde, sowie das Bemühen um die Erfüllung der Auflagen, damit der Hengstmarkt weiterhin stattfinden kann. Danke, dass das möglich gemacht wurde.

Danke aber auch dafür, dass mit den neuen Regelungen, ob alle sinnvoll oder vielleicht auch nicht, wieder vermehrt auf das Wohl der jungen Hengste geachtet und somit die Chance genutzt wird, die Auswahl und Vorstellung der Körkandidaten mit neuen Gedanken etwas pferdegerechter zu gestalten. Wir sollten nicht müde werden, dies zu verbessern, um den jungen Pferde keinen Schaden zuzufügen und sie körperlich und mental gestärkt voller Vertrauen in den Menschen in ihr neues Leben als Reit- oder Zuchtpferd starten können.

Als der Hengstmarkt am Donnerstag mit der Pflastermusterung begann, hatte man noch das Gefühl, dass auch schon einmal mehr Zuschauer um das Dreieck gestanden haben. Und so schlecht war das Wetter nun auch nicht, dass es daran hätte gelegen haben könnte. Die paar Tropfen die fielen, waren auf jeden Fall ganz gut zu verkraften. Vielleicht lag es auch an der Anfangszeit die aufgrund des gestrafften Programms bereits auf 10 Uhr gesetzt wurde, nicht jeder kann um diese Zeit schon anreisen. Im Verlaufe des Hengstmarktes füllten sich jedoch die Sitze und Reihen und die Stimmung war geprägt von Dankbarkeit und Freude, sich endlich wieder unter Gleichgesinnten treffen zu können.

Auf dem Dreieck war dieses Jahr das vorsichtigere Einwirken der Peitschenführer deutlich sichtbar, was sich auf etwas mehr Ruhe auswirkte. Die dadurch vermehrt fehlende Aufgeregtheit hat der Vorstellung der Hengste eher gut getan, als dass es schadete. Pluspunkt! Schon hier war sichtbar, dass dieses Jahr viele gute und einige sehr gute Kandidaten in die Vorauswahl kamen, ein eindeutiger Siegerhengst hatte sich aber noch nicht herauskristallisiert, ein Publikumsliebling schon.

Beim Freispringen der Hengste fiel nochmals die grundsätzliche gute, ausgeglichene Qualität der Hengste auf, ganz grosse Ausreisser gab es nicht. Jedoch waren schon deutliche Springqualitäten einzelner Hengste zu erkennen. So auch bei dem später zum besten Sprinhengst gekörten und zur Prämie ausgerufenen, dreijährigen Schimmelhengst “Kadre Blanc“, der auf den Shagyaaraber Bajar zurückzuführen ist. Er sprang souverän jede angebotene Höhe in einem Springstil wie aus dem Bilderbuch. Einmal hat ein Hengst sich allerdings Eingangs der Reihe gedacht, dass es nicht seine Idee sei zu Springen und drehte einfach um, konnte jedoch beim zweiten Anlauf wieder von seiner Aufgabe überzeugt werden. Im Vergleich zum letzten Jahr ist auch zu bemerken, dass die grosse Anzeigetafel nicht mehr aufgehängt wurde, so dass sich die Hengste dort auch nicht mehr bewundern konnten und es ihnen vielleicht dadurch etwas leichter fiel, sich auf die Sprungreihe zu fokussieren. Insgesamt eine schöne Präsentation.

Besonders hervorzuheben und auffällig waren dieses Jahr die ausgewählten Stuten zur Ernennung der Jahressiegerstute. Fast mag man sagen, dass diese die Hengste in der Qualität bei weitem übertrafen, zumindest in nichts nach standen. Es war eine wahre Freude zu sehen, mit welcher hohen Qualität diese in allen Bewegungsabläufen ausgestattet waren, als auch sich im Benehmen und Händelbarkeit von der besten Seite zeigten. Formschön, mit viel Adel und mit allen Reitpferdepoints ausgestattet, die man sich wünschen kann, wurden sie unter den begeisterten Blicken und mit viel Aplaus des Publikums der Bewertungskommission gezeigt. Die schöne “Helena” von Helium aus der Hedwig von Kaiserdom, eine Vollschwester der letzjährigen Siegerstute, wurde zur Siegerstute gekürt und mit standing ovations geehrt. Schön war zu hören, mit wieviel Hochachtung die Herren der Bewertungskommission, die auch anderen Zuchtverbänden angehörten oder aus anderen Sparten als der Trakehnerszene kamen, die aussergewöhnliche Qualität lobten. Die Trakehnerzucht könne sich glücklich schätzen solche Stuten zu haben. Voila, wir freuen uns! Und nicht nur das, gelobt wurde auch das Trakehnerpublikum, wie sehr die Liebe zu ihren Trakehnern zu spüren war. Das machte wirklich Spaß.

Wie auch bereits schon im letzten Jahr konnte bei den Auktionen nicht nur vor Ort oder über Telefon, sondern auch online geboten werden. Dies wurde im In- und Ausland rege genutzt. Die Versteigerungen der einzelnen Pferde waren auch für nicht Beteiligte spannend und man freute sich über jeden Euro, der bei jedem Schritt draufgelegt wurde. Aussergewöhnlich, wie auch bereits zwei Jahre zuvor schon, empfinde ich es doch erstaunlich, wie schnell der Preis für ein Embryo, ein ungeborenes Fohlen, in die Höhe schnellte und auf grosse Begehrlichkeit stiess und erst bei 60 Tsd Euro stehenblieb. Die Abstammung, die Mutter ist „Dalenia“, eine Dreiviertelschwester von „Dalera“, der Vater der Elitehengst „Imperio“, läßt natürlich auf Grosses hoffen. Dem Käufer ist alles Gute auf dem Weg bis zur Geburt des Fohlens natürlich dann auch noch bei der Aufzucht zu wünschen. Vielleicht sehen wir das Ergebnis ja einmal auf grosser Bühne tanzen. Wir freuen uns schon.

Nun wollte ich ja noch von der Schweizer Liga berichten, die bei der Auktion dieses Jahr durch zwei hervorragende, junge Stuten und ein, gerade in Bezug auf die Abstammung, ganz besonderes Fohlen vertreten war:

Zum einen durch die zweijährige, feine und sehr elegante Stute ”Ladina” von Helium aus der Lacrima von Herbstkönig. Sie stammt aus der Zucht von Peter Schlumpf, St. Gallenkappel, im Besitz von Sergey Litovchenko und zeigte sich mit besten Bewegungen, flockig aus der Schulter heraustrabend und in sehr sympathischem Erscheinungsbild, wurde vom Publikum mit Begeisterung beklatscht und bei der Auktion für 30 Tsd Euro nach Deutschland zugeschlagen. Herzlichen Glückwunsch zu so einer schönen und qualitätvollen Stute.

Etwas unglücklich schien es zunächst für Jörg Mühlethaler von Sweetwaters Stud zu laufen. Aufgrund eines Zwischenfalls kam es zu einem unvorhersehbar, viel zu langen Transport seiner Stute nach Deutschland, der sie sehr mitgenommen hat. Die Zeit für die Vorbereitung war zu knapp, um sie konditionell besser aufzubauen, so zeigte sie sich trotz guter Springmanier etwas reduziert und konnte daher auch nicht ihre vollständige Veranlagungen zeigen. Trotzdem fand sie für 16 Tsd Euro einen glücklichen neuen Besitzer in Deutschland. Wir wünschen ihm viel Erfolg mit „Bellezigane“ von dem Weltmeister der Vielseitigkeit Sweetwaters Ziethen aus der Belle chocolate.

Ein zweites Mal Pech schien zunächst im Anmarsch: sein zur Auktion stehendes Fohlen “Kronjuwel” von auch Sweetwaters Ziehen aus der beeindruckenden Stute Kampala vom Elitehengst Polarion verletzte sich auf dem Transport nach Neumünster leider unglücklich am Fuss, so dass es leider nicht vorgeführt werden konnte und daher von der Auktion zurückgezogen werden musste. Ein Interessent erkannte jedoch trotz dieses Handicaps die Qualität dieses hervorragenden und von der Abstammung ganz besonderen Fohlens und so wechselte es förmlich auf der Stallgasse den Besitzer. Herzlichen Glückwunsch an Käufer und Verkäufer, auch hier wünschen wir weiterhin viel Erfolg bei der Aufzucht.

Beim Abendprogramm der Galashow waren diesmal nicht nur schwebende Pferde, sondern auch durch die Lüfte schwebende Greifvögel zu sehen, die auf einmal aus allen Ecken der Halle in die Mitte der Bahn schwebten, wobei auch Jan Tönjes als Landeplatz herhalten musste. Es ist schon sehr beeindruckend wie schnell diese grossen Vögel doch fast lautlos fliegen können. Etwas Besonderes war auch die von Markus Waterhues und einigen befreundeten Reitern einstudierte Quadrille auf hohem Niveau zu sehen.

Das letzte Jahr schwer vermisst und dieses Jahr wieder wie gewohnt im Einsatz, zeigten sich die Niederländer am Sonntag als Peitschenführer beim Freilaufen der Hengste als ruhender Pol. Unter ihrer Leitung zogen die Hengste zunächst brav ihre „Achterbahn“ in der Mitte, bevor sie dann bei Zeiten auf die Gerade gelassen wurden. Hier wurden die Hengste oftmals vom Applaus der Zuschauer begleitet und die Stimmung war sehr gut. Besonders beliebt schien der Schimmelhengst „Kind of Magic“ von Zauberreigen aus der Kiss me Kate von Perechlest, ein Halbbruder des damaligen Siegerhengstes „Kattenau“ aus der Zucht von Familie Weippert. Kind of Magic zog taktvoll und fröhlich, mit deutlichen Bergaufbewegungen seine Runden, und einige dachten sich schon, ob er es wohl sein wird? Interessant war, das dieser Hengst zwar gekört, jedoch nicht einmal mit einer Prämie ausgezeichnet wurde. Gerne hätte ich und, gemäss deutlich hörbarem Raunen, auch die das Publikum, welches bei der Verkündung des Körresultats durch die Reihen ging, warum dieser Hengst „nur“ gekört wurde. Die Körkommission wird es wissen.

Schliesslich wurde dann aber ein würdiger Siegerhengst gefunden: „Impact“, wieder einmal von Millenium aus der Impatie, ein Bruder des Reservesiegers Instagram, gezüchtet von Jörg Busdorf. Der Weg bis zum Siegerhengst ist eine nette Geschichte zu erzählen wert, die ausführlich im Trakehnerheft nachzulesen ist und diesen Bericht sprengen würde.

Nun ist dieser doch ein wenig länger geworden als geplant. Und alles in allem waren es wieder spannende und gesellige tolle Tage auf dem Hengstmarkt. Wenn man etwas bemängeln oder meckern wollte, dann könnte man erwähnen, dass dieses Jahr die Reihenfolge der zu versteigenden Pferde am letzten Tag etwas ungewöhnlich vorgenommen wurde. Es kam einem ein wenig durcheinander vor und man hätte bei dem ein oder anderen Pferd einen höheren Preis oder umkämpftere Bieterduelle erwarten können. Gemäss Bericht war der Trakehnerverband jedoch mit dem Ergebnis zufrieden, so ist es ja gut.

Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, dann mit einem wahrscheinlich, aufgrund der neuen Regelungen in Bezug auf den Tierschutz, weit nach hinten geschobenen Termin und eventuell etwas weihnachtlich. Vielleicht werden dann auch wieder mehr Schweizer unter den Besuchern zu finden sein als dieses Jahr und vielleicht ja auch einmal mit Schweizer Beteiligung im Programm, wer weiß. Wir werden sehen. Aber ganz bestimmt laden wir die Schweizer Besucher gerne wieder zu einem kleinen Apéro ein an dem wir uns sicher sehen werden.

Alexandra Marten

Sir Picasso gekört beim Zuchtverband Schweizer Sportpferde ZVCH

Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter Sir Picasso (v. E.H. Distelzar a.d. E.St. Sirikit v. Pretty Dancer). Der Hengst wurde vom ZVCH gekört und ist somit nebst den Trakehnern und dem Westfälischen Pferdestammbuch auch für die Schweizer Warmblutpferdezucht anerkannt.

Zum Körprozedere gehörte nebst der Exterieurbeurteilung und Musterung an der Hand auch die Teilnahme an einer Dressurprüfung Klasse L, ausgetragen als Schweizermeisterschaft der sechsjährigen Dressurpferde. Sir Picasso konnte die Finalprüfung gewinnen und kam zusammen mit der Vornote aus der Qualifikation auf den zweiten Rang.

Herzlichen Glückwunsch den Besitzern Charlotte und Willy Vogel, sowie dem Reiter Kevin Thomas, der den Hengst während der gesamten Veranstaltung professionell vorgestellt hat.

Die Schweizer Pferdezucht verfügt damit nach Maizauber und Distelzar wieder über einen Trakehner in ihrem Hengstkatalog. Nachdem die diesjährige Dressur-Siegerin der CH-Prämienzuchtstutenschau vom Trakehner Millennium abstammt, bietet sich den Schweizer Züchtern hier ein weiteres Angebot bester Trakehner Genetik.

Trakehnerzüchter stellen sich vor

Eine Interview-Reihe von Alexandra Marten

Es ist nun schon ein wenig her, als ich mich im März dieses Jahres zu meinem ersten
Interview begab, um hoffentlich damit den Startschuss für eine Reihe von Gesprächen mit
unseren Züchtern mit dem Ziel zu setzen, ein wenig mehr über unsere Züchter und die aktuell
in der Schweiz vorhandenen Zuchtpferde zu erfahren. Am Ende soll eine Übersicht über
unsere Züchter und ihre zuchtaktiven Stuten auf unserer Internetseite dargestellt werden,
eventuell auch die aktuellen und geplanten Anpaarungen, um einerseits den Züchtern eine
Plattform zu bieten sich vorzustellen, als auch es Interessierten und etwaigen Käufer leichter
zu machen, fündig zu werden.

Wer ausserdem noch mehr über die Trakehnerzucht in der Schweiz erfahren möchte, dem
empfehle ich den Artikel in der Trakehnerzeitschrift aus dem Monat 9/2020, in dem Herr
Erhard Schulte ausführlicher über die Ursprünge und Wege der Trakehner in der Schweiz
berichtet.

Ich entschloss mich, mit Ueli Maurer, dem Trakehnerzüchter, der auch lange Jahre das Amt
des Präsidenten, damals noch der Genossenschaft, innehatte und nun Ehrenmitglied unseres
Vereins ist, den Anfang zu machen, ohne in dem Moment zu wissen, dass dieser sich vor
kurzem entschieden hatte, seine züchterische Laufbahn nach über 35 Jahren Trakehnerzucht
zu beenden. So beginne ich also unverhofft mit einem Züchter im Ruhestand:

Züchterportrait Ueli und Ursi Maurer

Züchterportrait Ueli und Ursi Maurer

Züchterportrait Ueli und Ursi Maurer

Früher Bühl bei Aarberg heute leben die Pferde in einem schönen Stall in Bettlach

Ein Interview von Alexandra Marten:

Etwas kühl war es am 11. März 2021 als der Wind recht ordentlich an dem Bahnweg etwas ausserhalb von Bettlach entlang pustete. Ich wurde von Ueli freundlich begrüsst und direkt in den neuen Stall geführt, der nun eine halbe Stunde von ihrem eigentlichen Wohnort entfernt liegt. Vor 11 Monaten sind Ueli und Ursi mit ihren Pferden umgezogen. Acht helle Paddockboxen mit einer breiten Stallgasse bieten den Pferden ausreichend Platz zum Wohlfühlen. Wir setzen uns an den Tisch in der Stallgasse und ich versuche meine vorbereiteten Fragen zu stellen und merke, dass es gar nicht einfach ist, alles gleich so aufzuschreiben, um daraus eine wortwörtliche Wiedergabe zu zaubern (daher bleibt es folgend bei der sinngemässen Darstellung).

Ueli und Ursi Maurer

Auf die Frage wie er eigentlich zum Trakehner gekommen sei, war ganz klar, dass die ursprüngliche Liebe zum Pferd ihm bereits in die Wiege gelegt wurde. Er habe die Leidenschaft zum Pferd von seinem Grossvater und Vater übernommen. Sein Grossvater hat bereits immer schwierige Pferde geritten und gefahren. Sein Vater ritt in der Kavallerie und wurde früh als Bereiter vorgeschlagen. Dort wurden Warmblüter wie Irländer und Polen genutzt. Trakehner waren auch darunter, diese waren jedoch den Offizieren vorbehalten. Mit 17 Jahren hat Ueli sein erstes Pferd gekauft, es war ein Pole, der besonders zäh und hart im Nehmen war. Das Geld dafür hat er sich mit seiner Kaninchenzucht verdient. Als er eines Tages eine Reportage über Trakehner gelesen hatte, war er überzeugt davon, dass dieser Pole nur ein Pferd mit Trakehnerabstammung sein konnte, so wie diese beschrieben wurden. Von da an war ihm klar, wenn er nochmals ein Pferd erwerben sollte, dann ein Trakehner sein. Zu der Zeit war in Avenches der Trakehnerhengst „Corporal“ aufgestellt und so kam es, dass er eines Tages ein Fohlen von ihm kaufte, welches zumindest 5/8 Trakehnerblut in sich trug.

Der erste richtige Takehner zog erst viel später in den Stall in Bühl, auf dem von ihm geführten landwirschaftlichen Betrieb ein. Bei einem Urlaub mit der Familie bei seiner Tante in Deutschland im Jahr 1984 machten sie einen Abstecher bei Herrn Ernst Wezel auf dem Gestüt Schralling, wo er die damals erst zweieinhalbjährige schwarze Stute „Viola“ von Aron aus einem Stutenstamm der Familie von Zitzewitz entdeckte. Sie war leider bereits zur Auktion nach Neumünster versprochen, wo er sie dann jedoch tragend von Karneol glücklich erwerben konnte. Sie wurde einer der zwei Stammstuten in seinem Stall.

Ueli Maurer mit Viola und Granat

Eine weitere Stute war „Undine“ von St. Cloud aus der Familie der Freya. Von da an fielen bei Ueli jährlich durschnittlich 1 bis 5 Fohlen. Insgesamt 50 Fohlen in 30 Zuchtjahren erblickten bei ihm und Ursi das Licht der Welt, davon allein 10 Fohlen von dem Hengst Kostolany, was eine ganz beachtliche Zahl ist. Viola schenkt ihm 14 Fohlen und starb erst im Alter von 31 Jahren. Undine schenkte ihm unter anderem „Ulan Bator“ von Kostolany, der heute noch in seinem Stall steht und auf dem Ursula und ihre Tochter zahlreiche Siege und Klassierungen in Dressur und errangen.

Ulan Bator

Auf die Frage, ob Ueli eine besondere Idee oder ein Motto bei seiner Zucht verfolge, antwortete er, er reite nicht gerne mit Kraft. Ein Pferd sollte leicht zu führen sein. Meine Pferde wurden in Springen und Dressur geritten und auch gefahren. Bis zum Jahr 2015 gingen einige seiner Pferde an der Kutsche und wurden zum Teil auch in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Pferde sollten vielseitig verwendet werden können „Es ist für mich auch wichtig, dass Pferde und Reiter zusammenpassen und sich eine Harmonie bilden kann».

Seine Leidenschaft für die „Berner Dragoner 1779“, die berittene Ehrenformation des Kantons Bern, teilt er mit seinem Züchterkollegen Martin Reber. Wobei Ueli im Sattel der von Martin Reber gezüchteten Stute „Pandora“ sitzt und Marti Reber im Sattel von der von Ueli gezüchteten „Unesca“, eine nette Anekdote. 3-mal die Woche wird noch selbst geritten, die anderen Tage werden die Pferde von jungen Damen bewegt, die auch ab und zu im Stall helfen.

Unesca

 

Ueli im Einsatz für die „Berner Dragoner 1779“

Zum Abschluss führt Ueli noch eine letzte Enkelin seiner Stammstute Viola aus der Box. Sie stammt von „Imhotep“ und zeigt sich beim Freilaufen bei dem Wind sehr keck, aber mit tollem Bewegungspotential.

Danke lieber Ueli, für das nette Gespräch, die Vorstellung Deiner „letzten“ gezüchteten Stute und damit die Zeit, die Du Dir genommen hast. Auf meine Abschlussfrage, wen es sich seiner Meinung nach lohnen würde als nächstes zu besuchen, kam fast wie aus der Pistole geschossen: „geh doch einmal zu Greti Andres“. Eine gute Idee. So werde ich also meine nächste Reise nach Wynau, in den Kanton Bern antreten und bin gespannt, was mich dort erwartet.

Alexandra Marten

 


 

Ueli und Ursi Maurer

 

  • Seit Wann züchtest Du Trakehner?

Seit 1984

  • Wie kamst Du zu den Trakehnern?

Wir waren bei einer Tante in Deutschland im Urlaub und besuchten das Gestüt Schralling von Ernst Wezel. Dort habe ich die damals 2½ jährige Stute Viola von Aron entdeckt, die ich dann leider erst später auf der Auktion in Neumünster erwerben konnte.

  • Welche Stuten stehen derzeit bei Dir in der Zucht?

Keine aktiven mehr, im Besitz sind noch die Stute „Pandora“ von Donauklang (Distelzar) aus der Zucht von Familie Reber, sowie eine Enkelin der Viola von Imhotep.

  • Welchem Stutenstamm vertritt Deine Zucht?

Viola vertrat den Stutenstamm der Velegue des Hauses von Zitzewitz
Undine entstammt aus dem Stutenstamm der Freya

  • Hast Du eine besondere Idee für die Zucht?

Die Pferde sollten leistungswillig und vielseitig sein, mit wenig Kraft zu Reiten

  • Worauf wird bei der Hengstauswahl geachtet?

Ich habe unter anderem auf Sportlichkeit geachtet. Anpaarungen mit Kostolany, Lapaz und Belsazar waren sehr erfolgreich.

  • Persönliche Erfolge mit Deinen Trakehnern?

Der Sieg in der Familiensammlung mit Viola sowie mehrere Klassensiege an der Jubiläumsschau 1999. Die Erfolge der Pferde aus meiner Zucht in der Dressur bis zur schweren Klasse
Im Springen bis 130 cm und in der Vielseitigkeit mit CCI2 Stern, bestätigen meine züchterischen Visionen.

  • Warum Trakehner, was macht den Trakehner so besonders?

Eben die Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit. Trakehner sind zäh und doch fein zu Reiten.

  • Welches Pferd ist besonders in Erinnerung geblieben?

Sicher meine erste Trakehnerstute Viola sowie Vaya Con Dios von Kostolany. Nicht zu vergessen Ulan Bator mit dem sich Ursula und deren Tochter Chantal in viele Dressurprüfungen
bis zu schweren Klasse behaupten konnten. 180 Plaketten hängen an seiner Boxe.

  • Was wünscht Du Dir in Zukunft für die Trakehner?

Dass die Zucht zahlenmässig zulegt, die Trakehnermenschen mehr für ihre Pferde da sind und sich nicht zu sehr dem Druck des allgemeinen Vermarktungstrubels unterwerfen und dem Geplänkel in eigenen Reihen verfallen.

Neuauflage Stammtisch Ostschweiz

Alexandra Marten belebt den Stammtisch in der Ostschweiz neu und lädt alle interessierten Trakehnerfreunde herzlich ein:

“Gerne heisse ich Euch am Samstag, den 18.9.21 um 10 Uhr bei mir Zuhause (Dorfstrasse 16, 8331 Auslikon) zu einem Brunch zum neu erwachenden Trakehnerstammtsich für die Ostschweiz willkommen. Ich freue mich auf viele neue Gesichter und hoffentlich auf ein Wiedersehen und Kennenlernen einiger „alter Hasen“ und damit schönen Begegnungen pferdeinteressierter Menschen mit ihren Geschichten. Ziel ist, neben dem fröhlichen Beisammensein und Zusammenbringen der Trakehenrfreunde, das Aufnehmen von Ideen und der Interessen von Euch in Hinblick auf zukünftige Aktionen des Trakehnervereins Schweiz. Ich hoffe auf schönes Spätsommerwetter, so werden wir bei uns im Garten sitzen können.

Bitte meldet Euch bis spätestens Mittwoch, den 15.9.21 per E-Mail unter alexandra@marten.ch an.”

Herzliche Einladung zum gemütlichen Beisammensein

Wir laden herzlich ein zu gemütlichem Beisammensein anlässlich der Fohlenmusterung in Niederbipp. Charlotte und Willy Vogel heissen uns willkommen zu einem Apéro mit anschliessendem Nachtessen.

Fohlenmusterung Nachmittags, anschliessend Abendveranstaltung ab ca. 17:00

Anmeldung für das Nachtessen erforderlich, bitte an Yvonne Knupp (y.knupp@gmail.com / 078 724 09 31)

Wir freuen uns euch nach langer Zeit endlich wieder zu sehen!